Es gibt zahlreiche Bauweisen für Häuser. Doch was versteht man unter einem Passivhaus?
Bei einem Passivhaus handelt es sich um ein Gebäude mit einer besonders starken Dämmung. Um eine möglichst gute
Ausnutzung der Wärme zu gewährleisten, wird das Haus mit einer Lüftungsanlage ausgestattet.
Das heißt, um zu lüften müssen die Fenster nicht mehr geöffnet werden. Das bietet den Vorteil, dass die Wärme,
die sich in den Räumlichkeiten befindet, nicht verloren gehen kann.
Für das Passivhaus wird grundsätzlich keine herkömmliche Heizung benötigt. Passivhäuser nutzen für gewöhnlich
alternative Wärme.
Woher kommt die Wärme für das Passivhaus?
Passivhäuser sind in der Regel mit großen Fenstern ausgestattet, sodass sie einen Teil der Wärme über die
Sonneneinstrahlung beziehen. Des Weiteren produziert jeder Haushalt automatisch welche, durch die Nutzung von
Elektrogeräten wie dem Fernseher, dem Computer usw. Ein Großteil der Wärme, die ein Passivhaus benötigt,
entsteht beim Kochen oder durch Personenwärme. Durch die verstärkte Wärmedämmung eines Passivhauses dringt die
Wärme von den Räumlichkeiten nicht nach außen, sodass es stets warm ist im Haus.
Damit die Alternativwärme durch
Elektrogeräte und das Kochen im Haus verbleibt, müssen die Wände selbstverständlich dementsprechend gedämmt sein.
Zudem müssen in das Haus Fenster mit einer Mehrfachverglasung eingesetzt werden. In der Regel kommen dabei
Fenster mit einer Dreifach-Verglasung zum Einsatz.
Auch Altbauten lassen sich in ein Passivhaus umwandeln. Dazu müssen wie bei einem Neubau auch, die Wände
fachgerecht gedämmt werden und das Haus mit einer Lüftungsanlage ausgestattet werden.